Diesmal "auf Herz und Nieren" geprüft: "NIKE"-Sondermodell
Von Philipp Hartmann aus Gladenbach-Bellnhausen (bei Marburg)
Ich habe den "NIKE Vapor" von Rundenbeginn im Sommer bis Ende September als Spielhandschuh benutzt. Er kam zum Einsatz bei verschiedenen Wetterkonditionen; gespielt wurde vorzugsweise auf Naturrasen, aber auch auf Kunstrasen:
Design: Seit Einführung des "NIKE Vapors" im Jahr 2003, bekamen die Modelle regelmäßig ein „Facelift“, teilweise auch nur Farbänderungen. 2007 wurde das Design komplett geändert. Mittlerweile ist der Handschuh auch in blau/weiß/schwarz und weiß/weiß/blau erhältlich, allerdings nur als "Stangenmodell".
Oberhand: Die Oberhand besteht aus groblöchrigem Mesh, wodurch eine optimale Belüftung gewährleistet ist, sodass die Hand im Handschuh nicht schwitzt. Zusammen mit den Oberhandbesätzen und dem Mesh bietet der Handschuh auch auf der Oberhand beim Fausten eine sehr gute Aufpralldämpfung.
Schnitt: Der Handschuh hat die „Grip³“ Technologie, die in Verbindung mit den innengenähten Mittel- und Ringfingern ein super Feeling im Handschuh bietet. Der Handschuh sitzt eng an, was ein Verrutschen des Handschuhs verhindert. Die Mesh-Schichtel stören in diesem Fall überhaupt nicht. Bei gespreizten Fingern hat man Kontakt am Ball mit Fangfläche der fünf Finger und dem zur Oberhand gerollten Haftschaum an Zeigefinger und kleinem Finger.
Einstieg: Genau wie beim Stangenmodell verzichtet "NIKE" auf jeglichen „Schnickschnack“ und verwendet eine herkömmliche, umlaufende Bandage. Eine einfache, umlaufende Haftschaumklette fixiert den Handschuh am Handgelenk. Kleiner Kritikpunkt ist, dass man beim Anziehen des zweiten Handschuhs immer an einen der drei „Haftflächen“ an der Bandage kommt, sodass es bei unvorsichtigem Anziehen zu leichten Abnutzungen am Zeigefinger kommen kann.
Belag: Beim Belag wird die neueste Generation des „4mm-Kontaktschaum“ von "NIKE" verwendet, gegenüber dem Stangenmodell aber ohne Folie, was das lästige „Abpulen“ an den Nähten vermeidet. Der Belag bietet hervorragende Hafteigenschaften, egal ob bei Regen oder Sonne, egal ob auf Rasen oder Kunstrasen. Auch bei starker Verschmutzung auf tiefen Rasenplätzen klebt der Ball förmlich am Handschuh. Die Aufpralldämpfung ist sehr gut.
Abnutzung: Ich habe den Handschuh bis Ende September in zwei Spielen, meist auf Kunstrasen, getragen. Anschließend wurde er noch ungefähr in zehn Trainingseinheiten getragen: Dadurch, dass der Belag meines Erachtens nicht so weich ist wie z. B. der „Aquasoft“ von "uhlsport", nutzt der Belag sich auch nicht so schnell ab, worunter die Haftfähigkeiten des Schaums nicht leiden.
Fazit: Ein toller Handschuh – einer der besten den ich bisher überhaupt gespielt habe. Eine super Passform und ein Belag, der meiner Meinung nach sogar noch besser „klebt“ als die Schäume der Konkurrenz, und das bei weniger Abrieb. Der Preis für dieses Modell, 72€ - immerhin noch 8€ günstiger als das Stangenmodell - ist für einen Handschuh ohne Fingerschutz-Elemente relativ hoch. Wenn man allerdings bedenkt, dass man für diesen Preis ein Top-Sondermodell mit verhältnismäßig hoher Abriebfestigkeit bekommt, ist dieser Handschuh für Torhüter die Wert auf einen Handschuh mit toller Passform und edlem Design legen eine Überlegung wert. Besonders Torhüter, die eng anliegende Handschuhe bevorzugen, sind mit diesem Modell gut beraten.







