Personalien Deutschland: René Adler in Leverkusen ohne Zukunft?
Bayer Leverkusen: Das Geschäft steckt voller "Fallen". René Adler (Foto oben) ist womöglich in eine getappt. Hat er um seinen neuen Vertrag mit Bayer Leverkusen zu hoch "gepokert"? Aus Reihen des "Werksklubs" heißt es: Der zurzeit wieder `mal verletzte Nationaltorhüter forderte ein Jahressalär von fünf Millionen Euro. Der Verein bot 2,8 Millionen Euro. Das ist für einen Torhüter ziemlich viel Geld, für René Adler war es angeblich zu wenig. Jetzt locken den am Saisonende Ablösefreien angeblich der FC Schalke 04 und der Hamburger SV. Und bei Bayer steht Bernd Leno (Bild Zwei) im Tor, die hoch talentierte Leihgabe vom VfB Stuttgart. Wenn es stimmt, was in diesen Tagen aus beiden Vereinen zu hören ist, dann ist der Trend unumkehrbar: Leno wird in der Winterpause nicht wie ursprünglich geplant an den Neckar zurückkehren. Zwar läuft sein Kontrakt mit "den Roten" erst 2014 aus, aber eine Klausel erlaubt ihm den Ausstieg im Fall der Fälle schon zum Saisonende zu einer relativ geringen Ablösesumme. Leverkusen soll ihm jetzt einen unterschriftsreifen Fünfjahresvertrag vorgelegt haben. Leno ist demnach so gut wie weg. Das würde dem finanziell "schmalbrüstigen" VfB Stuttgart zwar rund vier Millionen Euro Ablöse in die Kasse spülen, aber auch einige unbequeme Fragen bescheren. Wer entwickelt sich in Zukunft besser: VfB-Torhüter Sven Ulreich (Pic Drei) oder der aktuell so überzeugende Bayer-Keeper Bernd Leno? Verlässt schon wieder ein Spieler aus dem eigenen Talentschuppen den Verein, weil "der Prophet" im eigenen Land zu wenig gilt? Bernd Leno ist ein zurückhaltender Bursche, aber so ganz glücklich war er zuletzt mit dem VfB nicht. Noch vor Beginn der Saison war ihm ein Duell mit Sven Ulreich um die Nummer Eins in Aussicht gestellt worden. Doch dann absolvierte er nur ein paar unbedeutende Vorbereitungsspiele, danach landete er wieder beim Drittliga-Team des VfB. Angeblich, um den Kontakt zur Mannschaft nicht zu verlieren. "Er hat bei den Profis nie eine faire Chance bekommen", sagt Lenos Berater "Uli" Ferber, "alles, was er will, ist eine sportliche Perspektive." Die will ihm Bayer nun bieten. Andererseits liefert auch VfB-Stammtorhüter Sven Ulreich mit einer beständig guten Leistung wenig Anlass, um an ihm zu zweifeln. "Und er wird sich noch weiterentwickeln", verspricht sein Berater Jürgen Schwab. Kein Geheimnis ist: Schwab war früher Berater von Fredi Bobic und ist sowohl mit dem VfB-Manager als auch Torwarttrainer Andreas Menger, der früher in trainingsfreien Phasen oftmals einige bei Schwab unter Vertrag stehende Keeper privat in dessen Heimatort Winterbach trainierte, befreundet. Deshalb sollte die anstehende Entscheidung über jeden Zweifel erhaben sein. "Wir stehen nicht unter Zeitdruck", sagt Bobic, "wir beobachten beide Torhüter weiter sehr intensiv."
1. FC Nürnberg: Raphael Schäfer wurden nach seiner Sprunggelenk-OP (U. a. Syndesmosebandschaden) die beiden eingesetzten Schrauben entfernt; der Stammkeeper steigert seitdem täglich die Intensität beim Fahrradfahren, im Kraftraum und auf dem Laufband; Schäfer hält ein Bundesliga-Comeback am ersten November-Wochenende gegen den SC Freiburg für realistisch.
1. FC Union Berlin: Marcel Höttecke (Foto Unten) saß am vergangenen Wochenende beim 1:3 bei Eintracht Frankfurt erstmals nach seinem Muskelfaserriss Anfang August wieder auf der Ersatzbank.
SF Lotte: Der West-Regionalligist hat als neuen Schlussmann hinter Bastian Görrissen den Griechen Vassilli Smiritis verpflichtet. Seit Wochen trainiert der 23-Jährige bereits mit den Sportfreunden und hat dabei Torwarttrainer Uwe Brunn und letztlich auch Chefcoach Maik Walpurgis überzeugt. Der in Ochtrup wohnende Smiritis spielte zuletzt in der dritten griechischen Liga und erhält einen Vertrag bis Saisonende. Als griechischer Staatsbürger erfüllt er allerdings nicht die vom DFB geforderter U23-Regelung. "Das ist auch nicht vonnöten", meinte Fußballobmann Manfred Wilke. "Da haben wir ja genug junge Spieler." "Vassilli hat sich stetig gesteigert. Er verfügt über ein gutes Talent und hat noch Luft nach oben. Ich bin froh, dass wir endlich eine Lösung gefunden haben", freute sich Uwe Brunn über die Verpflichtung seines neuen Schützlings, der den Part von Stefan Tantow einnehmen wird. Der war nach dem überraschenden Weggang von Florian Munz im August nachverpflichtet worden, hatte sich aber in seinem zweiten Einsatz gleich einen Armbruch zugezogen.
SC Freiburg II: Der Süd-Regionalligist muss derzeit auf seinen Juniorennationalkeeper Alexander Schwolow (Bänderdehnung im Knie) verzichten.









