Personalien Deutschland: Unnerstall praktisch Nummer Eins
FC Schalke 04: Trainer Huub Stevens hat Lars Unnerstall (Foto oben) den Rücken gestärkt und den 21-Jährigen praktisch zur derzeitigen Nummer Eins im Tor des Bundesligisten erklärt. "Solange er so hält: Habe ich eine Veranlassung, etwas zu verändern?", fragte der Niederländer nach dem 3:1 der "Königsblauen" am Samstag gegen 1899 Hoffenheim. Nach der schweren Knieverletzung von Stammkeeper Ralf Fährmann (Kreuzbandan- und Innenbandriss) rückte Unnerstall ins Tor des DFB-Pokalsiegers. Schalke hatte trotzdem den arbeitslosen Ex-Nationalkeeper Timo Hildebrand verpflichtet, weil man in Routinier Mathias Schober nur noch einen zweiten Mann hatte. "Timo kann noch nicht so weit sein. Er hat eineinhalb Jahre kein Pflichtspiel gemacht", sagte Stevens zum 32-Jährigen, der bei seiner letzten Station Sporting Lissabon vergangene Saison nicht zum Zug gekommen war. Obwohl Hildebrand, der am vergangenen Sonntag beim 1:0-Erfolg des FC Schalke 04 II in der Regionalliga West gegen die TuS Koblenz Spielpraxis sammelte, aufgrund einer Sonderreglung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in der Europa League spielberechtigt ist, ist sein Einsatz am Donnerstag gegen AEK Larnaka kein Thema. Der Treffer von Hoffenheims Vedad Ibisevic war für Unnerstall ("Meine Position ist nicht so gefestigt. Ich muss mich jeden Tag beweisen.") der erste Gegentreffer nach 332 Minuten.
Hamburger SV: Der Hamburger Oberligist SV Halstenbek-Rellingen hat Ex-Torwartcoach Claus Reitmaier (47/Zweites Bild) bis zum Jahresende als Torhüter verpflichtet.
1. FSV Mainz 05: Trainer Thomas Tuchel vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 hat die Torwart-Diskussion bei den Rheinhessen vorerst beendet und setzt weiterhin auf Christian Wetklo. "Wetklo wird spielen", sagte Tuchel zwei Tage vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart am Freitagabend. Damit bleibt Heinz Müller wie zuletzt im DFB-Pokal beim Sieg in Hannover und bei der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen weiter auf der Bank. Im Pokalspiel bei Hannover 96 (1:0 n.V.) war Ersatzkeeper Wetklo mit einem gehaltenen Elfmeter in der Schluss-Sekunde der Verlängerung und einer starken Leistung zum Matchwinner avanciert. In den zehn Bundesligaspielen der Saison zuvor hatte Stammtorhüter Müller im FSV-Gehäuse gestanden und sich keine gravierenden Aussetzer erlaubt; entsprechend groß ist der Unmut beim 33-Jährigen, dem er nach dem Schlusspfiff gegen Bremen nur für einen kurzen Moment auf dem Weg in die Kabine freien Lauf ließ. Die Erklärung von Trainer Tuchel für den Tausch im Tor sei für ihn nicht nachvollziehbar: "Er sagte, dass "Weti" momentan das Matchglück hat, das ich nicht habe. Das habe ich gegen Bremen nicht gesehen."
Hertha BSC Berlin: Manchmal kann auch ein Trainer Markus Babbel nicht glauben, was er sieht. Beim 3:2 in Wolfsburg war es die plötzliche Hertha-Führung, mit der der Coach beim besten Willen nicht gerechnet hätte. Einen Tag danach verdutzte ihn sein verletzter Keeper Thomas Kraft so sehr, dass Babbel ihm sogar eine "Abmahnung" aussprach. Natürlich im Scherz, etwas anderes hätte Berlins Klassekeeper auch nicht verdient gehabt. "Das gibt eine Abmahnung wegen Einschleimens", scherzte Babbel, als er Kraft bereits am Tag nach dem Spiel aufs Hertha-Gelände fahren sah. "Ich hatte ihm doch freigegeben. Er sollte sich zu Hause hinlegen und ausschlafen"“ Der Torwart musste bei den "Wölfen" nach 38 Minuten mit Gehirnerschütterung ausgewechselt werden. "Da helfen keine Spritzen. Ruhe ist die beste Medizin", so Babbel. Trotzdem kreuzte Vollprofi Kraft beim Team auf... Sein Ersatzmann Sascha Burchert (Pic Drei) wurde ohne Aufwärmphase in eine "brodelnde" Bundesliga-Partie geworfen: "Stark, wie er das gemeistert hat", lobt Hertha-Manager Michael Preetz nach der Partie. "Das war nicht einfach, reinzukommen und sofort auf dem Posten zu sein." Aber genau das war Burchert, der während der Woche schon etwas überraschend schon beim 3:0 im Pokal bei Rot-Weiß Essen im Tor gestanden hatte. Als kurz vor dem Pausenpfiff Christian Lell die Kugel unglücklich Richtung eigenes Tor abfälscht, reagiert der Kraft-Ersatz blitzschnell. Am Schluss feierte er glücklich den tollen Punkte-Dreier. Und später, um Mitternacht, seinen 22. Geburtstag!
Dynamo Dresden: Ersatztorhüter Dennis Eilhoff vom Zweitligisten fällt mit einer Kapselverletzung im linken Mittelfingergelenk für mehrere Wochen aus. Dies ergab der Befund einer MRT-Untersuchung, die am vergangenen Donnerstag in Dresden durchgeführt wurde. Das verletzte Fingergelenk muss bis zur vollständigen Heilung voraussichtlich sechs Wochen ruhiggestellt werden. "Ich habe mich relativ früh in der Saison im Heimspiel gegen Hansa Rostock an meinem linken Mittelfinger verletzt. Nach und nach sind die Probleme immer größer geworden, sodass ich mich zuletzt aufgrund der Schmerzen nur noch durch die Trainingseinheiten gequält habe. Ich hoffe, auf einen optimalen Heilungsverlauf, um möglichst schnell wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können", erklärte Dennis Eilhoff am Freitag.
FC Hansa Rostock: Der Aufsteiger muss im Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim FSV Frankfurt möglicherweise auf Ersatztorhüter Jörg Hahnel (Bild unten) verzichten. Der 29-Jährige laboriert an einem Bänderriss im Sprunggelenk. Sollte Hahnel ausfallen, würde U18-Auswahltorhüter Johannes Brinkies auf die Bank des Zweitliga-Aufsteigers rücken. Der 18-Jährige könnte unter Umständen sogar in die erste Elf rücken. Hansas Nummer Eins, Kevin Müller, hat sich an zwei Fingern der rechten Hand eine Kapselverletzung zugezogen und kann derzeit nur eingeschränkt trainieren. Nach Vereinsangaben soll der 20-Jährige aber spätestens Donnerstag wieder ins Teamtraining einsteigen.
Hannover 96 II: Stammtorhüter Pascal Nagel fehlte gegen im Spiel der Regionalliga Nord gegen den SV Wilhelmshaven (1:0) wegen einer Hüftprellung.










